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Ertinger Fasnet
Es heißt da unter Fasnacht zu Ertingen: “Die drei aufeinander folgenden Donnerstage vor der Fastnacht (der 1.0 au-serig, der 2. Au-selig und der 3. Glumpige Donnerstag) nennt man Gabeln. An den Gabelabenden wird in den Häusern gezecht. Die Kameradschaften (Banden) der ledigen und verheirateten Männer kommen dort zusammen. Diese Zechgelage nennt man “Schürwecken”, weil die Hexen mit ihren Schürgabeln zum Feuerschüren zusammenkommen. An der Fastnacht selbst ziehen diejenigen als Hexen im Dorf herum, welche beim Schürwecken dabei waren. ”Zum Schürwecken bringt man gebettelte oder gestohlene Eier und Schmalz mit, um einen Pfannenkuchen daraus zu backen. Die Fastnachtsnarren heißen in Ertingen ”Hexen”, sie kleiden und gebärden sich in allem, wie man sich in Ertinger Hexen bei ihrem Treiben vorstellt. Die Burschen ziehen nur weibliche Kleider und zwar alte Weiberkleider an, mit Ausnahme des „Bocksreiters”, der eine phantastische Grenadiertracht besitzt und den Hexenzug anführt.

Seit 1958 schlossen sich die Ertinger Narren jedes Jahr zu einer sogenannten Fasnets-Bruderschaft zusammen. Sie belebten die Ertinger Fasnet mit den neu geschaffenen Masken des Landgrafen ”Heini vom Rauhenlehberg” und der Prinzessin ”Lilofee”. Man traf sich zu Kappen- und Gabelabenden und veranstaltete am Fasnets-Dienstag das sogenannte “Miste-Theater”. Hier wurde in einem bunten Programm das Ortsgeschehen glossiert. Es wurden die ersten organisierten Umzüge veranstaltet, mit Elferrat, Heini-Wagen und Heini-Garde.

Am 12. Januar 1964 wurde die Narrenzunft Gloggasäger e.V. gegründet. Die Zunft zeigte sich zum erstenmal 1964 mit Hexen- und Gloggasägermasken außerhalb Ertingens. 1991 kam eine Schalmeienkapelle dazu.
www.Gloggasaeger.de